Erich Kästner-Schule Sögel

Sonderpädagogische Grundversorgung in den Grundschulen

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Zum Einzugsbereich der Erich Kästner-Schule in Sögel gehören folgende Grundschulen:


Ziele des gemeinsamen Unterrichts und der gemeinsamen Erziehung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf seit dem Schuljahr 2013/ 14

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder ab Klasse 1 aufsteigend mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Lernen an den Grundschulen entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zieldifferent unterrichtet.

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Sprache an den Grundschulen im Anschluss an den Besuch einer Sprachheilklasse oder von Beginn an (je nach Elternwunsch) entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zielgleich unterrichtet.

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung nach Elternwunsch entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zielgleich - oder mit einem erweiterten Unterstützungsbedarf - zieldifferent unterrichtet.

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Hören nach Elternwunsch entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zielgleich - oder mit einem erweiterten Unterstützungsbedarf - zieldifferent unterrichtet.

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Körperlich Motorische Entwicklung nach Elternwunsch entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zielgleich – oder mit einem erweiterten Unterstützungsbedarf - zieldifferent unterrichtet.

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung nach Elternwunsch entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zieldifferent unterrichtet.


Das bedeutet im Einzelnen:
In der Regel besuchen alle Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ihre wohnortnahe Grundschule und werden von den Lehrkräften der Grundschule zusammen mit den Förderschullehrkräften unterrichtet. Diese Zusammenarbeit hat zum Ziel, die Entstehung einer Lern- oder Verhaltensstörung frühzeitig zu erkennen und deren weitere Ausprägung durch präventive Maßnahmen vorbeugend entgegenzuwirken.

Mobile Dienste
Schülerinnen und Schüler mit einem Unterstützungsbedarf Körperlich Motorische Entwicklung sowie im Bereich der Sinnesbeeinträchtigungen (sehbindert, blind, schwerhörig, gehörlos) können in allen Schulformen sonderpädagigsche Unterstützung im Rahmen des Mobilen Dienstes erhalten.

Zuständig für die Grundschulen sind:
- Carl-Orff-Schule in Brögbern, Mobiler Dienst für Körperliche Motorische Entwicklung,
Mobiler Dienst Hören
- Schule am Draiberg in Aschendorf, Mobiler Dienst Sehen
- Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, Oldenburg
- Landesblindenzentrum Hannover

Für Schülerinnen und Schüler mit einem Unterstützungsbedarf Emotionale und Soziale Entwicklung kann bei Bedarf auch der Mobile Dienst ESE ergänzend angefragt werden.

Der am individuellen Unterstützungsbedarf der Schülerin oder des Schülers orientierte Einsatz des Mobilen Dienstes umfasst die Beratung der Lehrkräfte, der Erziehungsberechtigten und der betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie unterrichtliche Interventionen bei zielgleicher oder zieldifferenter Förderung.

Im Einzelnen können dies z.B. sein:
-
Beratung bei didaktischen, methodischen oder unterrichtsorganisatorischen Problemen.
Dazu gehören u.a. Informationen über die Beeinträchtigung, Hinweise und Hilfen bei der Ausstattung des
Arbeitsplatzes,
Veränderung der Unterrichtsstrukturen, Auswahl schulischer Arbeitsmittel, Anpassung von Lernmaterialien.
- Beratung zur Umsetzung des Nachteilsausgleichs.
- Unterstützung bei der Erhebung der Lernausgangslage.
- Beratung bei erzieherischen oder sozialen Problemen, die sich aus der Beeinträchtigung ergeben.
- Anbahnung oder Vermittlung zusätzlicher außerschulischer Fördermaßnahmen.

- Diagnose und Erstellung von individuellen Förderplänen in Zusammenarbeit mit der zuständigen Lehrkraft.
- Zeitlich begrenzte Unterrichtsprojekte zur situationsbezogenen Entwicklung des Förderkonzeptes.


Zusammenfassend lässt sich die gemeinsame Arbeit der Grundschul- und Förderschullehrkräfte an den Grundschulen wie folgt beschreiben:
- Die pädagogische Verantwortung für alle Kinder (mit und ohne sonderpädagogische Unterstützungsbedarf)
liegt in den Händen der Grundschullehrkräfte. Bei festgestelltem sonderpädagogischen
Unterstützungsbedarf gilt die gemeinsame Verantwortung von GS- und FÖ- Lehrkräften
- Die Fördeschullehrkraft unterstützt und berät die GS.- Lehrkräfte, sowie die Eltern und ergänzt durch ihre
sonderpädagogischen Kompetenzen die Möglichkeiten in der inklusiven Beschulung.


Die Erich Kästner- Schule als zuständiges Förderzentrum führt regelmäßig Diensbesprechungen mit den allgemeinbildenden Schulen durch, an denen sowohl die Schulleitung und Grundschullehrkräfte teilnehmen.
Diese Zusammenkunft hat zum Ziel, die bestmögliche sonderpädagogische Förderung in den allgemeinbildenden Schulen zu realisieren.


Weiterhin ist sie insbesondere für folgende Aufgabenkomplexe zuständig:
- Koordinierung sonderpädagogischer Förderung durch das regionale Förderzentrum,
- Zusammenarbeit mit Mobilen Diensten sowie außerschulischen Institutionen
- Beauftragung der Förderschullehrkräfte zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs
- Fachberatung für sonderpädagogische Förderung und Inklusion.
- Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Förderschullehrkräfte und die Lehrkräfte anderer Schulformen
in den allgemeinen Schulen (z.B. über B& U der NlSchB)


Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs
Das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs wird von der Schulleitung der Grundschule eingeleitet, wenn
- ausreichend Hinweise auf das Bestehen oder Veränderung eines Bedarfs an sonderpädagogischer
Unterstützung gegeben wird (und)
- Unterricht lernzieldifferent durchgeführt werden muss
.
Die Einleitung des Verfahrens ist zeitlich nicht an Fristen gebunden:
Die möglichst vor Ort tätige Förderschullehrkraft wird gemeinsam mit der Klassenlehrkraft des Kindes beauftragt, die bisherige Lernentwicklung und alle Fördermaßnahmen zu beschreiben (Dokumentation der individuellen Lernentwicklung und Förderpläne), in zusätzlich angemessener Weise den Bedarf nachzuweisen und ein entsprechendes Gutachten zu erstellen, wenn sich hinreichend Hinweise auf das Bestehen oder Veränderung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs finden lassen.
Dieses wird im Rahmen einer Förderkommission mit den Eltern besprochen.
Die Niedersächsische Landesschulbehörde entscheidet über den Bedarf und verfügt die besonderen Rahmenbedingungen für die weitere Beschulung.



Umsetzung der Inklusion an den Oberschulen im Einzugsbereich der Erich Kästner - Schule- Förderschule Lernen in Sögel

Vorbemerkungen

2006 verabschiedete die UNO-Generalversammlung erstmalig ein Völkerrechtsabkommen für die Rechte von Menschen mit Behinderung. In der „UN-Konvention zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderung“ verpflichten sich die Vertragsstaaten

,„[…]…die volle Verwirklichung aller Menschenrechte und Grundfreiheiten für alle behinderten Menschen ohne jede Diskriminierung auf Grund der Behinderung sicherzustellen und zu fördern.“ (§ 4 der UN-Konvention).

In § 24 wird ausdrücklich auf das Recht behinderter Menschen auf Bildung eingegangen, um dieses

„[…]ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu erreichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslange Fortbildung,[…]“. Menschen mit Behinderung dürfen „[…]nicht auf Grund ihrer Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und […] behinderte Kinder nicht auf Grund ihrer Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder von der Sekundarschulbildung ausgeschlossen werden; […]“

Seit Februar 2013 gilt das veränderte Niedersächsische Schulgesetz, um die Umsetzung der UN-Konvention zu regeln.

§4 NSchG (1) „Die öffentlichen Schulen ermöglichen allen Schülerinnen und Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang und sind damit inklusive Schule. Welche Schulform die Schülerinnen und Schüler besuchen entscheiden die Erziehungsberechtigten.“ (§59 Abs. 1 Satz 1)

Die Oberschulen arbeiten bereits seit vielen Jahren mit der Förderschule Erich Kästner-Schule Förderschwerpunkt Lernen zusammen.
Diese Kooperation bezog sich im Wesentlichen auf:·       
- Unterstützung im Rahmen des Mobilen Dienstes zur Förderung einzelner Schülerinnen und Schüler mit
Schwierigkeiten im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung sowie der Beratung der jeweiligen
Lehrkräfte im Primarbereich,
- Kooperation mit Grundschulen,     
Fachberatung für sonderpädagogische Förderung und Inklusion.

Seit dem Schuljahr 2013/14 werden  die Oberschulen  im Rahmen der Inklusion für die Unterstützungsbedarfe Emotionale und Soziale Entwicklung, Sprache und Lernen von der Erich Kästner-Schule unterstützt. Auf der Basis der oben beschriebenen Erfahrungen sollten auf diese Weise die verschiedenen Formen sonderpädagogischer Fördermaßnahmen strukturiert, koordiniert und zu einem verlässlichen, effizienten Gesamtkonzept zusammengeführt werden.

Für die Zusatzbedarfsstunden werden zur Zeit Förderschullehrkräfte aus der Erich Kästner- Schule abgeordnet. Um Kontinuität und Effizienz zu sichern, wird das Ziel verfolgt, möglichst durchgängig die selben Förderschullehrkräfte an die Oberschulen abzuordnen.
Die Förderschullehrkraft bringt allgemeine Prinzipien sonderpädagogischer Förderung in die Arbeit der Oberschule ein.
Für die Förderschwerpunkte ( GE, LE, SR, ES, KM, SE, HÖ) erfolgt in den inklusiven Jahrgängen personenbezogene Zuweisungen. Der Umfang der Stunden richtet sich nach dem Förderschwerpunkt.

Die Lernsituation an der Oberschule ist geprägt durch
- immer vielfältigere Lernvoraussetzungen
- immer vielfältigeres Verhaltensspektrum,
sodass der Unterricht nun umso mehr ein Unterricht des Förderns und Forderns ist, der an den individuellen
Stärken und Schwächen eines Kindes ansetzt.



Ziele des gemeinsamen Unterrichts und der gemeinsamen Erziehung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf an der Oberschule seit dem Schuljahr 2013/ 14

Im Einzugsgebiet werden alle Kinder ab Klasse 5 aufsteigend nach Elternwunsch in der zuständigen Oberschule mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf

... im Förderschwerpunkt Lernen entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zieldifferent
unterrichtet
... im Förderschwerpunkt Sprache entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zielgleich
unterrichtet..
...im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung entsprechend ihren individuellen
Voraussetzungen zielgleich- oder mit einem erweiterten Unterstützungsbedarf- zieldifferent unterrichtet.
...im Förderschwerpunkt Hören entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen zielgleich - oder mit
einem erweiterten Unterstützungsbedarf - zieldifferent unterrichtet.
...im Förderschwerpunkt Körperlich Motorische Entwicklung entsprechend ihren individuellen
Voraussetzungen zielgleich – oder mit einem erweiterten Unterstützungsbedarf - zieldifferent unterrichtet.
...im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen
zieldifferent unterrichtet.


Das bedeutet im Einzelnen:
In der Regel besuchen alle Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ihre wohnortnahe Oberschule und werden von den Lehrkräften der Oberschule zusammen mit den Förderschullehrkräften unterrichtet.Diese Zusammenarbeit hat zum Ziel, die Entstehung einer Lern- oder Verhaltensstörung frühzeitig zu erkennen und deren weitere Ausprägung durch präventive Maßnahmen vorbeugend entgegenzuwirken.

Mobile Dienste
Schülerinnen und Schüler mit einem Unterstützungsbedarf Körperlich Motorische Entwicklung, Emotionale und Soziale Entwicklung sowie im Bereich der Sinnesbeeinträchtigungen (sehbindert, blind, schwerhörig, gehörlos) können in allen Schulformen sonderpädagigsche Unterstützung im Rahmen des Mobilen Dienstes erhalten.

Zuständig für die Oberschulen sind:
- Carl-Orff-Schule in Brögbern, Mobiler Dienst für Körperliche Motorische Entwicklung, Mobiler Dienst Hören
- Schule am Draiberg in Aschendorf, Mobilder Dienst Sehen
- Erich Kästner- Schule in Sögel, Mobiler Dienst Emotionale und Soziale Entwicklung
- Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, Oldenburg
- Landesblindenzentrum Hannover

Der am individuellen Unterstützungsbedarf der Schülerin oder des Schülers orientierte Einsatz des Mobilen Dienstes umfasst die Beratung der Lehrkräfte, der Erziehungsberechtigten und der betroffenen Schülerinnen und Schüler sowie unterrichtliche Interventionen bei zielgleicher oder zieldifferenter Förderung.

Im Einzelnen können dies z.B. sein:
- Beratung bei didaktischen, methodischen oder unterrichtsorganisatorischen Porblemen. Dazu gehören u.a.
Informationen über die Beeinträchtigung, Hinweise und Hilfen bei der Ausstattung des Arbeitsplatzes,
Veränderung der Unterrichtsstrukturen, Auswahl schulischer Arbeitsmittel, Anpassung von Lernmaterialien.
- Beratung zur Umsetzung des Nachteilsausgleichs.
- Unterstützung bei der Erhebung der Lernausgangslage.
- Beratung bei erzieherischen oder sozialen Problemen, die sich aus der Beeinträchtigung ergeben.
- Anbahnung oder Vermittlung zusätzlicher außerschulischer Fördermaßnahmen.
- Diagnose und Erstellung von individuellen Förderplänen in Zusammenarbeit mit der zuständigen Lehrkraft.
- Zeitlich begrenzte Unterrichtsprojekte zur situationsbezogenen Entwicklung des Förderkonzeptes.


Die konkrete inklusive Arbeit an der Oberschule
Die sich aus dem Gesetz zur Inklusion ergebende Arbeit der Oberschul- und Förderschullehrkräfte erfordert den Einbezug sonderpädagogischer Prinzipien in die pädagogische Oberschularbeit.

Die gemeinsame Arbeit umfasst folgende Bereiche:
- die Differenzierung und Individualisierung im Unterricht
- die Beratung der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Erziehungsberechtigten,
- die Abfassung von Berichten und Fördergutachten im Rahmen der Verfahren zur Feststellung
sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs,
- eine begleitende Förder-Diagnostik und Erhebung der Lernausgangslage,
- Dokumentation der Individuellen Lernentwicklung und der sich daraus resultierenden Förderplanung,
- die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen.

Zusammenfassend lässt sich die gemeinsame Arbeit der Oberschul- und Förderschullehrkräfte an der Oberschule wie folgt beschreiben:
- Die pädagogische Verantwortung für alle Kinder ( mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf
liegt in den Händen der Oberschullehrkräfte. Bei festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf
gilt die gemeinsame Verantwortung von OBS- und FÖ-Lehrkräften.
- Die Förderschullehrkraft unterstützt und berät die OBS- Lehrkräfte, sowie die Eltern und ergänzt durch ihre
sonderpädagogischen Kompetenzen die Möglichkeiten in der inklusiven Beschulung.

Die Erich Kästner- Schule als zuständiges Förderzentrum führt regelmäßig Dienstbesprechungen mit den allgemeinbildenden Schulen durch, an denen die Schulleitung teilnehmen.
Diese Zusammenkunft hat zum Ziel, die bestmögliche sonderpädagogische Förderung in den allgemeinbildenden Schulen zu realisieren.

Weiterhin ist sie insbesondere für folgende Aufgabenkomplexe zuständig:
- Koordinierung sonderpädagogischer Förderung durch das regionale Förderzentrum,
- Zusammenarbeit mit Mobilen Diensten sowie außerschulischen Institutionen
- Beauftragung der Förderschullehrkräfte zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs
- Fachberatung für sonderpädagogische Förderung und Inklusion.
- Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Förderschullehrkräfte und die Lehrkräfte anderer Schulformen
in den allgemeinen Schulen (z.B. über B& U der NlSchB)

Möglichkeiten der Zusammenarbeit
nach Lütje-Klose/ Willenbring, 1999
Förderung von Schülerinnen und Schülern nach § 4 Abs. 2 Satz 2 NschG

Lehrer/in und Beobachter/in:
Eine Pädagogin übernimmt die primäre Unterrichtsverantwortung, während die andere beobachtet.

Lehrerin und Helfer:
Eine der beiden Lehrkräfte übernimmt die primäre Unterrichtsverantwortung, die andere unterstützt Schülerinnen bei ihrer Arbeit, bei der Regulation ihres Verhaltens, bei der Verwirklichung ihrer kommunikativen Absichten usw.

Stationsunterricht:
Der Unterrichtsinhalt wird in zwei Bereiche aufgeteilt. Es werden Gruppen gebildet, die von einer Person zur nächsten wechseln, so dass alle Schüler nacheinander von beiden Lehrkräften unterrichtet werden.

Parallelunterricht:
Jede Lehrerin unterrichtet eine Klassenhälfte, beide beziehen sich auf dieselben Inhalte.

Niveaudifferenzierter Unterricht:
Ein Lehrer unterrichtet die Gruppe von Schülerinnen, die den Unterrichtsstoff bewältigen können, der andere arbeitet mit denjenigen, die auf anderem Niveau operieren.

Zusatzunterricht:
Eine Lehrerin führt die Unterrichtsstunde durch; die andere bietet zusätzliches Material und differenzierte Hilfen für diejenigen Schülerinnen an, die den Stoff nicht bewältigen können.

Teamteaching:
Regelschullehrerin und Förderschullehrer/in führen den Unterricht mit allen Schülern und Schülerrinnen gemeinsam durch, indem sie gemeinsam oder abwechselnd die Führung übernehmen.



Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs
Das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs wird von der Schulleitung der Oberschule eingeleitet, wenn
- ausreichend Hinweise auf das Bestehen oder Veränderung eines Bedarfs an sonderpädagogischer
Unterstützung gegeben wird (und)
- Unterricht lernzieldifferent durchgeführt werden muss
.
Die Einleitung des Verfahrens ist zeitlich nicht an Fristen gebunden:
Die möglichst vor Ort tätige Förderschullehrkraft wird gemeinsam mit der Klassenlehrkraft des Kindes beauftragt, die bisherige Lernentwicklung und alle Fördermaßnahmen zu beschreiben (Dokumentation der individuellen Lernentwicklung und Förderpläne), in zusätzlich angemessener Weise den Bedarf nachzuweisen und ein entsprechendes Gutachten zu erstellen, wenn sich hinreichend Hinweise auf das Bestehen oder Veränderung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs finden lassen.
Dieses wird im Rahmen einer Förderkommission mit den Eltern besprochen.
Die Niedersächsische Landesschulbehörde entscheidet über den Bedarf und verfügt die besonderen Rahmenbedingungen für die weitere Beschulung.